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DDP, 31.01.2008

Flüchtlingsrat und Jelinek wollen 850 Flüchtlinge nach Bayern holen

(ddp-bay). Der Bayerische Flüchtlingsrat will mit Unterstützung von Literaturnobelpreisträgerin Elfriede Jelinek 850 Flüchtlinge dauerhaft nach München holen. Jelinek kritisierte am Donnerstag, Flüchtlinge würden oft wie «eine Art Menschenmüll» behandelt, sie seien aber «eine Bereicherung der Gesellschaft». Jelinek, die in München und Wien lebt, übernimmt eine Patenschaft bei der Kampagne «Save me - eine Stadt sagt ja».


Die Organisatoren wollen den Freistaat dazu bringen, die Flüchtlinge aus humanitären Gründen ins Land zu lassen. Nach Angaben des Bundesamtes für Migration in Nürnberg können die Bundesländer eine entsprechende Aufenthaltserlaubnis erteilen. Die Entscheidung liege beim Freistaat, sagte ein Sprecher des Bundesamts auf ddp-Anfrage. Diese Möglichkeit werde jedoch bisher kaum genutzt.

Der Geschäftsführers des Bayerischen Flüchtlingsrates, Matthias Weinzierl, beklagte, dass «immer weniger Flüchtlinge die Möglichkeit haben, überhaupt aus Krisenregionen nach Deutschland zu gelangen». Deswegen sei die freiwillige und gezielte Aufnahme von Flüchtlingen so wichtig. Die Integration in der neuen Heimat wollen die Organisatoren der Aktion durch 850 Paten erleichtern. Die ersten 90 hätten bereits zugesagt. Darunter ist neben Jelinek auch die stellvertretende bayerische SPD-Vorsitzende Adelheid Rupp.

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