Zur Lage in den Flüchtlingslagern weltweit
Situation irakischer Flüchtlinge
Im Oktober 2007 bereiste eine Gruppe von dreizehn Personen unter der Verantwortung der Fachstelle Menschenrechte des katholischen Missionswerks missio (unter Beteiligung der Akademie der Diözese Rottenburg-Stuttgart) drei Nachbarländer des Irak. Beeindruckend war, in welch großem Umfang Syrien und Jordanien irakischen Flüchtlingen eine vorläufige Zuflucht bieten. Von Verfolgungsnot besonders betroffen sind irakische Christen und Angehörige anderer religiöser Minderheiten. Fachleute in der Region sprechen von der "größten Flüchtlingskatastrophe im Nahen Osten seit 1948".
Weiter zum Artikel Die Flucht religiöser Minderheiten aus dem Irak von Prof. Dr. Harald Dörig, RiBVerwG, Leipzig, Richter in dem für das Asylrecht zuständigen Revisionssenat des Bundesverwaltungsgerichts.
Weiter zum Artikel Flüchtlinge in der Sackgasse von Klaus Barwig, Mitorganisator der Informationsreise zum Thema Irakflüchtlinge.
Alle Berichte zur Nahostreise finden Sie auf der Seite der Akademie der Diözese Rottenburg-Stuttgart
Der UNHCR hat im März 2008 einen Bericht veröffentlicht, in dem die Situation irakischer Flüchtlinge zusammengefasst ist.Rebuilding Asmara
„Wir sind in der Stadt Asmara aufgewachsen" sagt Haben, eine zwanzigjährige Eritreerin, die gerade zusammen mit ihren vier MitbewohnerInnen zu Mittag isst. Sie deutet damit an, dass sie ein anderes, städtisches Leben gewohnt ist. In der Hauptstadt Eritreas lebte sie bei ihren Eltern, ging dort zur Schule und war sich sicher, einmal an der Universität zu studieren. Heute lebt sie im Flüchtlingslager Shimelba, welches im Norden Äthiopiens, nahe der eritreischen Grenze liegt. Haben ist eine von etwa 9.000 Flüchtlingen die ihre Heimat Eritrea aufgrund der repressiven Regierung unter dem Präsidenten Isayas Afewerki verlassen musste. Während des Grenzkrieges zwischen Äthiopien und Eritrea (1998-2000), flüchteten DeserteurInnen und KriegsdienstverweigererInnen, Angehörige militanter Widerstandsbewegungen1 und andere DissidentInnen vor dem repressiven Regime in Eritrea und suchten Schutz auf äthiopischem Boden oder in anderen benachbarten Ländern.
Von Lea Tesfaye

