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UN-Flüchtlingsgipfel in New York

Nobby G. No Comments

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Am gestrigen Montag fand in New York der UN-Gipfel zum Thema Migration und Flucht statt. Organisiert wurde die Vollversammlung von den USA. Deutschland, das neben Kanada, Äthiopien, Jordanien, Mexiko und Schweden als Co-Gastgeber funktionierte, wurde von Außenminister Frank-Walter Steinmeier vertreten.

Es war der erste Flüchtlingsgipfel der Vereinten Nationen und war er angesichts der aktuellen Anzahl von über 65 Millionen Flüchtenden weltweit von immenser Wichtigkeit. Ziel war es zur Lösung der Flüchtlingskrise beizutragen und Flüchtlinge besser zu versorgen, zu schützen und zu integrieren. Verhandelt wurde daher unter anderem, wie Flüchtlingen durch eine verstärkte Umsiedlung sowie anderen sicheren Aufnahmeformen geholfen werden kann, wie mehr Geld in die Versorgung in Erstaufnahmeländer wie Jordanien, den Libanon und der Türkei investiert werden kann und wie der Zugang zu Arbeits- und Bildungsmöglichkeiten verbessert werden kann.

Präsident Obama lobte einerseits vor allem das Engagement Deutschlands und Kanadas in der Flüchtlingskrise, forderte andererseits erneut zu einem gemeinsamen Anpacken der Weltgemeinschaft zur Lösung der Flüchtlingskrise auf. Er sprach von einer „Krise epischen, gewaltigen Ausmaßes“ und rief daher zu einer neuen weltweiten Bewegung auf. Zugleich warnte er vor den Konsequenzen, „wenn wir diesen Moment nicht wahrnehmen.“

Zu Wort kamen bei diesem Gipfel auch Geflüchtete selbst, so forderte die junge Jesidin und ehemalige IS-Gefangene Nadia Murad die Staatschefs aller teilnehmenden Länder auf: „Setzen Sie die Menschen an die erste Stelle. Die einzige Grenze, die uns trennt, ist die Menschlichkeit.“ Sie soll als UN-Sonderbotschafterin verstärkt auf das Leid der Opfer von Menschenhandel aufmerksam machen.

Laut Obama haben die teilnehmenden Staaten nun Zusagen zur Aufnahme von ca. 360.000 Flüchtlingen gemacht. Damit würde das Engagement aus dem Vorjahr um das Doppelte übertroffen werden.  110.000 statt bisher 85.000 Flüchtlinge erklärt sich die USA dabei bereit jährlich aufzunehmen. Zudem würden die finanziellen Zuwendungen um 4,5 Milliarden Dollar im Vergleich zum Vorjahr 2015 erhöht werden.

Der diesjährige Gipfel mündete jedoch lediglich in eine gemeinsame Abschlusserklärung, die eher vage ausfällt und vor allem nicht bindend ist. Sie kündigt an, dass bis 2018 ein Flüchtlingspakt geschlossen werden soll, der den Menschen eine bessere Zukunftsperspektive bieten soll. Dem Gipfel sollen daher weitere folgen. In der allgemein gehaltenen Abschlusserklärung werden konkrete Ergebnisse, Maßnahmen und Verpflichtungen also auf 2018 verschoben, jedoch kann es bereits als Errungenschaft betrachtet werden, dass das Thema Flüchtlinge nun endlich auf so hohem Niveau diskutiert wird und es überhaupt die Möglichkeit einer „globalen Plattform“ gibt, die Flüchtlingsproblematik auf dieser Ebene gemeinsam zu thematisieren. Es bleibt abzuwarten, welche Taten auf die Worte der teilnehmenden Staaten folgen werden, die sich auf dem Gipfel bereit erklärt haben, sich mehr in der Flüchtlingshilfe zu engagieren.

NEUE PATENWORKSHOPS ab Oktober 2016

Nobby G. No Comments

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Neue Workshop-Reihe ab Oktober

Nach der Sommerpause starten wir diesen Oktober wieder mit einer neuen Reihe unserer beliebten Patenworkshops! Sie möchten sich aktiv für Flüchtlinge engagieren und eine längerfristige Patenschaft für einen Flüchtling übernehmen? Dann sind Sie bei uns genau richtig! Über 1000 Paten und Patinnen haben sich bisher bei Save Me registriert und helfen sowohl Flüchtlingen, die über das Resettlement-Programm nach München gekommen sind, als auch Flüchtlingen anderer Initiativen und Gemeinschaftsunterkünften bei ihren ersten Schritten in Deutschland.

Wie sieht eine Patenschaft aus?

Um Fragen zu klären und auf die Patenschaft vorbereitet zu sein bieten wir im Voraus vier vorbereitende und spannende Workshop-Abende an. Wie Ihre Patenschaft letztlich aussieht entscheiden Sie selbst! Die Patinnen und Paten sind in jedem Fall Ansprechpartner und übernehmen eine Brückenfunktion zwischen dem gesellschaftlichen Umfeld und dem Geflüchteten. Sie unterstützen beispielsweise Kinder bei den Hausaufgaben, Erwachsene beim Deutschlernen, helfen beim Verstehen behördlicher Schreiben oder ggfs. bei der Wohnungssuche. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit gemeinsam die Freizeit in Form von Ausflügen oder Stadtrundgängen zu gestalten und dabei die neue Heimat zu erkunden.

Wo erhalte ich genaue Informationen?

Informationen zum Patenschaftsprogramm finden Sie auch auf unserer Seite unter der Rubrik Patenschaften

Hier können Sie bereits über das Kontaktformular unten auf der Seite erstes Interesse bekunden. Daraufhin senden wir Ihnen per Mail nochmals detaillierte Informationen zu unserem Patenschaftsprogramm zu.

Generell können Sie uns bei Interesse oder falls noch Fragen offen sind auch jederzeit gerne eine E-Mail an ehrenamt@save-me-muenchen.de schreiben oder sich telefonisch unter 089/120 217 15 bei uns melden.

Wir freuen uns über Ihr Interesse!