• Weltweit befinden sich über 60 Millionen Menschen auf der Flucht vor Krieg, Hunger und Verfolgung.
  • Die Strapazen einer Flucht, bei der Menschen wochenlang ohne ausreichend Wasser, Nahrung und medizinische Versorgung unterwegs sind, enden häufig mit dem Tod.
  • 2015 starben insgesamt ca. 5000 Menschen auf ihrer Flucht vor Krieg und Hunger. Ca. 3750 von ihnen kamen während ihrer Flucht im Mittelmeer ums Leben. Von Januar bis Ende November 2015 überquerten rund 945.000 Menschen das Mittelmeer.
  • Die Zustände in den Flüchtlingslagern der Erstaufnahmestaaten sind meist katastrophal: Viele Menschen leben gedrängt auf kleinstem Raum. Die täglichen Essensrationen für die Flüchtlinge sind oftmals knapp bemessen und unzureichend.
  • Für besonders schutzbedürftige Menschen gibt es einen sicheren Weg: das Resettlement-Programm des UNHCR für Flüchtlinge, die weder in dem Staat, in dem sie Zuflucht gesucht haben dauerhaft eingegliedert werden können, noch in ihren Herkunftsstaat zurückkehren können.
  • Das Resettlement-Programm bietet geflüchteten Menschen eine sichere Alternative der Einreise und ist oft die einzig mögliche Lösung, um Menschen dauerhaft Schutz zu bieten und ihnen eine neue menschenwürdige Zukunft in Frieden zu ermöglichen.
  • Als besonders schutzbedürftig gelten alleinstehende und alleinerziehende Frauen, unbegleitete minderjährige Flüchtlinge, traumatisierte, alte oder kranke Menschen, Folteropfer sowie verfolgte Minderheiten.
  • Durch Resettlement erfahren die aufnehmenden Staaten bereits vorab, wer wann warum in ihr Land kommt und können so integrations-
    fördernde Maßnahmen vor Ort vorab organisieren. Resettler werden bereits im Erstaufnahmestaat auf Sicherheitsbedenken geprüft.
  • Resettler werden dauerhaft in einem Drittstaat wie Deutschland angesiedelt. Sie erhalten Sprach- und Integrationskurse, eine Arbeitsgenehmigung, haben Anspruch auf Sozialleistungen und erhalten so die Möglichkeit sich in die Gesellschaft zu integrieren.
  • 2016 werden die USA 85.000 Resettlement-Flüchtlinge aufnehmen, Deutschland dagegen nur 500 jährlich. Save Me München setzt sich daher seit Jahren für eine Erhöhung des Resettlement-Flüchtlings-
    kontingents sowie bessere Rahmenbedingungen in Deutschland ein.

Students4Refugees

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Viele der Flüchtlinge, die sich in der Bundesrepublik Deutschland befinden, sind gebildet, denn oft haben sie bereits in ihrer Heimat studiert oder sind im Besitz der allgemeinen Hochschulreife. Durch den in deren Heimat vorherrschenden Krieg und Terror wurden viele Akademiker aus ihrem Leben und deren Berufen gerissen. Ebenso ist hierbei von vielen angehenden Akademikern die Rede. Gerade aus diesem Grund wurde das Projekt Students4Refugees ins Leben gerufen, um den angehenden Akademikern zu ermöglichen, sich im deutschen Hochschulsystem zurechtzufinden. Deshalb ist die Eingliederung geflüchteter Akademiker in das deutsche Hochschulsystem von äußerster Wichtigkeit und Ziel des Projektes Students4Refugees. Bei Students4Refugees handelt es sich um ein soziales Projekt der Hochschule München und der Ludwig-Maximilians-Universität. In diesem Projekt sollen sowohl ein theoretischer als auch ein praktischer Sprachunterricht umgesetzt werden. Hierbei sollen Exkursionen, wie beispielsweise der Besuch des Deutschen Museums, des Olympiastadions oder Fahrten mit den Öffentlichen Verkehrsmitteln des MVV, organisiert werden, um das erlernte Wissen, des theoretischen Unterrichts, anzuwenden. Mit Hilfe des DAF- Instituts haben Studenten verschiedenster Fachrichtungen, welche hauptsächlich aus Lehramtsstudenten bestehen, während der Semesterferien einen genauen Lehrplan erstellt. Dieser Lehrplan ist auf Flüchtlinge abgestimmt worden, denen ein Aufenthalt in München gewährt wurde. Der vom Projekt vorgesehene Sprachkurs wird von Studenten angeleitet, welche einen gewissen Erfahrungswert im Bereich der Lehre mitbringen. Der Sprachkurs teilt sich in vier Gruppen, welche jeweils aus acht bis zehn Flüchtlingen bestehen und von jeweils drei Studenten gleitet werden. Dieser Kurs findet dreimal wöchentlich während des Semesters statt. Die Räumlichkeiten für den Sprachunterricht werden von der Hochschule München und der Ludwig-Maximilians-Universität zur Verfügung gestellt. Dieser Sprachkurs baut nicht nur eine Brücke zwischen den Hochschulen und den Flüchtlingen, sondern hilft diesen auch den Gang zur Universität zu erleichtern, Kontakte zu anderen Studenten zu knüpfen und das Interesse an der Bildung zu wecken. Des Weiteren werden Vorkurse angeboten, welche von den angehenden, lehrenden Studenten besucht werden müssen, damit sich diese mit der aktuellen Flüchtlingspolitik auseinandersetzen, mehr über die Lage der verschiedenen Krisengebiete erfahren und dementsprechend ein besseres Verständnis für die Situation der Kursteilnehmer zu erhalten.

 

Das Projekt beginnt am 13. Oktober 2015.


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