Allgemein

Spendenaufruf 2018 – Unterstützen Sie uns im Kampf für legale Zugangswege für Geflüchtete!

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Quelle: https://www.sueddeutsche.de/muenchen/fluechtlinge-resettlement-programm-muenchen-1.4232204

+++ Meron, Filmon, Simret und Biniam aus Eritrea hatten Glück. Sie sind 4 von 247 Personen, die im Oktober über Resettlement nach Deutschland kamen und keine lebensgefährliche Flucht auf sich nehmen mussten, denn Humanitäre Aufnahmeprogramme wie das Resettlement Programm der UN ermöglichen besonders schutzbedürftigen Geflüchteten sichere Einreise. +++

10.200 schutzbedürftige Menschen will Deutschland in den Jahren 2018/19 auf diesem Wege aufnehmen. Laut Aussagen von Politik und Medien eine äußerst humanitäre Großtat! Schaut man sich jedoch aktuelle Zahlen an, wird klar, dass Deutschland dieses Ziel bisher nicht erreicht hat, so wurden bis Oktober nur 2.167 Personen resettelt, was 21% des geplanten Kontingents entspricht. Es ist davon auszugehen, dass die geplante Zahl auch bis Oktober 2019 nicht erreicht sein wird. Vielmehr wird der Fokus auf Abschottung von Grenzen, Kriminalisierung von Seenotrettung und Deals mit korrupten Staaten wie Libyen gelegt.

Seit 10 Jahren kämpft Save Me für eine ehrliche Teilnahme und Umsetzung am UN-Resettlement-Programm – als Ergänzung zum individuellen Asylrecht, nicht als dessen Ersatz! Gleichzeitig ist das Projekt Anlauf- und Beratungsstelle für Personen aus Aufnahmenprogrammen. Für unsere Arbeit sind wir heute mehr denn je auf Förderungen und Spenden angewiesen! Wenn Sie uns unterstützen wollen dann schauen Sie doch mal unter diesem Link vorbei: www.save-me-muenchen.de/de/geld-spenden/

EU Resettlement and Humanitarian Admission Framework als Europäischer Neuansiedlungsrahmen

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Im Rahmen der EU-Verhandlungen zur Reform des Gemeinsamen Europäischen Asylsystems (GEAS Reform) ging in einem Verordnungsentwurf bereits 2016 der Vorschlag der EU-Kommission zur Schaffung eines gemeinsamen europäischen Neuansiedlungsrahmens, dem sog. EU Resettlement Framework, ein, das sowohl Resettlement als auch humanitäre Aufnahmeprogramm regelt, wobei 60% der Gesamtplätze für Resettlement angedacht sind. Für den damaligen Entwurf hagelte es seitens verschiedener zivilgesellschaftlicher Organisationen bereits Kritik.

Die ersten Verhandlungen zum geplanten Framework fanden zwischen Januar und Mai 2018 zwischen Rat, Parlament und Kommission statt. Im Juni 2018 hatte das European Policy Centre (EPC) ein neues Discussion Paper zum EU Resettlement Framework veröffentlicht, das aktuelle sowie inhaltliche Entwicklungen thematisiert. In dem EPC-Paper wird zunächst klar, dass sich der Grundgedanke des Frameworks in verschiedene Richtungen bewegt und sich im Rahmen dessen vor allem die Positionen zwischen EU-Rat und EU-Parlament unterscheiden.

Während das EU-Parlament Resettlement weiterhin als Schutzinstrument für besonders vulnerable Gruppen begreift, sieht der Europäische Rat das EU-Resettlement-Framework klar als Migrationsmanagement-Ansatz im Sinne einer Migrationskontrolle an. Diese Entwicklung, die eine klare Vermengung von Resettlement und Migrationskontrolle bedeutet, zeigt das aktuelle EPC Paper auf.

Die Diskrepanz zwischen den verschiedenen Ansätzen zeigt sich dabei insbesondere in folgenden Punkten:

  • Freiwilliger Charakter des Verordnungsentwurfs sowie die Festlegung einer maximalen Aufnahmezahl ohne eine verbindliche zahlenmäßige Zielsetzung
  • Auswahlkriterien für Personen und Erstzufluchtsstaaten, aus denen aufgenommen wird
  • Nennung von Ausschlusskriterien (z.B. vorangehende irreguläre Einreise in die EU)

Geeinigt haben sich Rat und Parlament dabei bereits auf freiwillige, unverbindliche Quoten. Übergeordnetes Ziel ist es dabei, dass die Aufnahmen des Frameworks insgesamt 20% des weltweiten Resettlementbedarfs (aktuell bei ca. 1,4 Millionen) decken sollen.

Der Verordnungsentwurf ist nicht zuletzt aufgrund der oben genannten Punkte äußerst kritisch zu betrachten. Zu kritisieren ist aus Sicht von Save Me hier zunächst die Aufnahme über erneut unverbindliche Quoten, die somit abermals auf der Freiwilligkeit der teilnehmenden Staaten basieret, wobei hier zudem nur von Maximal- und nicht von Minimal-Zahlen gesprochen wird.

Die Festlegung von Auswahlkriterien für Personen sowie für die Staaten, aus denen aufgenommen wird, würde darüber hinaus den Druck auf die Erstzufluchtsländer deutlich erhöhen. Die Kriterien orientieren sich überdies nicht mehr am weltweiten geographischen Resettlement-Bedarf, sondern sind an die Kooperationsbereitschaft der Staaten bzw. deren gute Beziehung zur EU im Bereich Migration und Asyl geknüpft. Diese weist ein Drittstaat dann auf, wenn er die Zahl der Grenzübertritte in die EU reduzieren kann, was erneut deutlich macht, dass hier der irreguläre Zugang zum Asylsystem begrenzt werden soll.

Die Auswahlkriterien für aufzunehmende Personen, die auch im Diskussionspapier vom EPC kritisiert werden, weichen darüber hinaus klar von den von UNHCR festgelegten Auswahlkriterien ab, so sollen beispielsweise Familienangehörige nur neuangesiedelt werden, wenn klar ist, dass die Personen nicht für einen Familiennachzug infrage kommen. Das Framework weist somit keine klare Trennlinie zwischen dem Zugang über Familiennachzug und dem Resettlement dieser Personengruppe auf. Des Weiteren stellt das „Integrationspotential“ als bisher relativ vager und undefinierter Rechtsbegriff dabei ein positives Auswahlkriterium, wenn auch keinen Ausschlussgrund, dar, was erneut dem humanitären Schutzgedanken entgegensteht.

Bzgl. der Nennung von Ausschlusskriterien nennt der Verordnungsentwurf eine vorangehende irreguläre Einreise oder einen irregulären Aufenthalt in der EU in den fünf Jahren vor dem Resettlement-Verfahren, wenn bereits ein positiver Eintrag im SIS (Schengener Informationssystem) im Sinne einer Wiedereinreisesperre durch die Mitgliedsstaaten vorliegt.  Auch dies ist aus Sicht von Save Me scharf zu kritisieren, widerspricht es doch ganz klar dem bisherigen klassischen humanitären Charakter von Resettlement, wenn Geflüchteten der Zugang zum Programm aufgrund vorangegangener Einreisen in die EU verwehrt wird. Dies bekräftigt erneut aktuelle Tendenzen, Resettlement nicht mehr als komplementären Ansatz im internationalen Flüchtlingsschutz zu sehen, sondern damit gezielt die Zahl „illegaler“ Einreisen in die EU minimieren zu wollen.

Aktuelle Zahlen machen darüber hinaus deutlich, dass der Neuansiedlungsplan sein Ziel bisher weit verfehlt, so sollten bis Oktober 2018 25.000 (50%) der geplanten 50.000 Personen umgesiedelt werden. Wie im EU-Fortschrittsbericht veröffentlicht wurde, wurden im Mai 2018 jedoch erst 8% des geplanten Kontingents resettelt. Seitdem hat die EU keine weiteren Fortschrittsberichte mehr vorgelegt. Auf Nachfrage der Deutschen Welle lieferte die Hälfte der kontaktierten Länder nun die neuesten verfügbaren Daten. Berücksichtigt man diese neuen Zahlen und setzt man die Zahlen der Länder, die keine aktuelleren Informationen zur Verfügung stellten, auf die alten zurück, steigt die Erfüllungsquote auf 26 Prozent (13.176 Personen). Das Ziel bis Oktober 2018 25.000 Personen umzusiedeln ist damit bisher deutlich gescheitert. Die Deutsche Welle konfrontierte die EU-Kommission daraufhin mit Tatsache der geringen Zahl an Neuansiedlungen und erhielt daraufhin die Auskunft, dass bisher 15.900 Personen resettelt worden seien und die Zahl der Personen von Jahr zu Jahr ansteigt, sodass die Kommission zuversichtlich ist, das Endziel bis Ende Oktober 2019 zu erreichen.

Die folgende Grafik zeigt wie viele Personen aus den einzelnen Mitgliedsstaaten bisher umgesiedelt wurden:

Quelle: https://www.dw.com/en/how-the-eus-resettlement-plan-is-failing-to-meet-its-goal/a-46473093

Bisher haben somit nur Irland, Slowenien und Litauen die 50-Prozent-Marke erreicht haben. Auch Deutschland hat seine Verpflichtungen somit bisher nicht erfüllt. Zu den Gründen für den Verzug äußerte sich die EU-Kommission bisher nicht. Ein Sprecher des Bundesinnenministeriums erklärte lediglich, dass Deutschland wegen der verspäteten Regierungsbildung nach den Parlamentswahlen 2017 hinterherhinke. Klar ist aus Sicht von Save Me, dass es hier nach wie vor am politischen Willen sowie der öffentlichen Unterstützung mangelt, um eine größere Anzahl an Umsiedlungen durchzuführen.

Save Me fordert angesichts der aktuellen Ausgestaltung des Framework sowie der schleppenden Umsetzung ganz klar: Der Fokus von Resettlement als dauerhafte Lösung im internationalen Flüchtlingsschutz muss auch weiterhin bei den vulnerablen Gruppen liegen und darf durch das EU Resettlement Framework nicht ausgehebelt werden! Ebenso darf das individuelle Recht auf Schutz nicht beeinflusst werden, Resettlement ist weiterhin als komplementärer Ansatz zum individuellen Recht auf Asyl zu begreifen und darf dieses in keinstem Fall beschneiden oder als Instrument der Migrationskontrolle missbraucht werden! Darüber hinaus dürfen die geplanten Kontingente nicht weiter am fehlenden politischen Willen, der öffentlichen Unterstützung oder an fehlenden Kapazitäten auf Kosten von schutzbedürftigen Menschen scheitern!

Sich einerseits für Resettlement als legalen Zugangsweg einzusetzen und sich mit angeblicher Humanität für einzelne Aufnahmeaktionen zu rühmen, gleichzeitig jedoch eine menschenrechtsverachtende europäische Flüchtlingspolitik, geprägt von Abschottung der EU-Grenzen zu befördern, ist aus Save Me-Sicht nicht tragbar und zeugt von Verlogenheit.

Wir fordern eine ehrliche Teilnahme und Umsetzung am Resettlement-Programm als unablässigem Instrument in der Flüchtlingspolitik für schutzbedürftige Menschen!

Links zum Weiterlesen:

Einladung zum Winterfest für Ehrenamtliche des Münchner Flüchtlingsrates

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Wir möchten euch ganz herzlich zum Winterfest für Ehrenamtliche des Münchner Flüchtlingsrates am Mittwoch, den 12.12.2018, von 18 bis 21 Uhr im EineWeltHaus (im großen Saal, Schwanthalerstr. 80) einladen.
Zum Abschluss des Jahres 2018 wollen wir einen schönen Abend mit Euch verbringen. Wir möchten uns ganz herzlich für Euer Engagement bedanken! Es ist ganz wunderbar, wie viele Menschen sich mit so viel Einsatz einbringen. Sehr gerne könnt Ihr auch eure*n Sprachpartner*in, die Familie für die Ihr euch engagiert, eure*n Nachhilfeschüler*in… mitbringen.
Bitte gebt uns per E-Mail an aktiv@muenchner-fluechtlingsrat.de Bescheid, ob und mit wie vielen Personen Ihr kommt und ob Ihr etwas für das Buffet beisteuern möchtet.

Wir freuen uns auf euch und einen schönen gemeinsamen Abend!

Paten für Resettlement-Geflüchtete gesucht – Neue Infoworkshops im Januar 2019

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Die Arbeit von Save Me München möchte Geflüchteten, die über Resettlement oder Humanitäre Aufnahmeprogramme nach Deutschland kommen, den Einstieg und die Integration in München erleichtern. Es gibt daher die Möglichkeit, Save Me-Patin oder Pate zu werden und eine Patenschaft für (Resettlement-)Geflüchtete zu übernehmen.

Es hat sich gezeigt, dass Geflüchtete, die von Paten betreut werden, viel schneller Deutsch lernen, sich besser aufgenommen fühlen und Deutschland positivere Gefühle entgegenbringen, als Flüchtlinge ohne Paten. Save Me-Patinnen und Paten erklären sich bereit, Geflüchtete in München willkommen zu heißen und helfen im Rahmen ihrer Möglichkeiten aktiv mit, den Ankommenden den Start in Deutschland und ihren Alltag zu erleichtern. Die Patinnen und Paten sind Ansprechpartner und übernehmen eine Brückenfunktion zwischen dem gesellschaftlichen Umfeld und dem Geflüchteten. Sie unterstützen beispielsweise Kinder bei den Hausaufgaben, Erwachsene beim Deutschlernen, helfen beim Verstehen behördlicher Schreiben

Zur Vorbereitung auf die Patenschaft bieten wir zusammen mit dem Projekt „Bürgerschaftliches Engagement – BE“ zwei verpflichtende Workshops an in denen Sie ausführliche Informationen zum Patenprogramm, weiteren Engagement-Möglichkeiten beim Münchner Flüchtlingsrat sowie ein Basiswissen in Bezug auf Flucht, Asyl und Resettlement erhalten.

Aktuelle Workshop-Termine:

  • Dienstag, 15.01.2019: Infoabend für Interessierte (Gegenseitiges Kennenlernen – Welche Engagementmöglichkeiten gibt es? – Wie sieht eine Patenschaft aus? etc.)
  • Dienstag, 22.01.2019: Basiswissen – Flucht, Asyl, legale Zugangswege

Die Teilnahme an den Workshops ist Voraussetzung für die Übernahme einer Patenschaft. Anmeldungen unter ehrenamt@save-me-muenchen.de Die Veranstaltungen finden unter der Woche abends bei uns im Haus in der Goethestraße 53 statt und dauern jeweils ca. 2 Stunden. Der Raum wird per Aushang am Eingang bekannt gegeben.

Wir freuen uns auf Sie!

Pressespiegel: Aktuelle Berichterstattungen über Resettlement und Save Me

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29.12.2018, 17 Uhr: Radiosendung zum Thema Resettlement auf  Radio Lora (92.4)

Ende November strahlt Radio Lora die zwölfte Sendung der Radiogruppe des Münchner Flüchtlingsrates zum Thema Resettlement aus. In der Sendung enthalten ist u.a. ein Interview mit der Save Me-Projektleitung sowie einer Save Me-Patin.

Unter folgendem Link kann die Sendung nach Ausstrahlung angehört werden: http://muenchner-fluechtlingsrat.de/radio-und-presse/

 

30.11.2018: Artikel Süddeutsche Zeitung „Wir haben gelebt wie Tiere“

Im Oktober wurden 13 eritreische Flüchtlinge von Libyen nach München gebracht. Vier von ihnen erzählen von den Zuständen in den Lagern, der Flucht und ihren Wünschen für die Zukunft:

https://www.sueddeutsche.de/muenchen/fluechtlinge-resettlement-programm-muenchen-1.4232204

 

18.11.2018: Artikel Süddeutsche Zeitung „Es ist wie ein Lotteriespiel“

Im April dieses Jahres gab Deutschland bekannt, 10.200 besonders schutzbedürftige Personen über Resettlement  aufzunehmen. Mitte Oktober reisten 247 Personen, die von Libyen nach Niger evakuiert wurden, im Rahmen des Programms in die Bundesrepublik ein, wobei 13 Personen im Zuge der Aufnahme München zugewiesen wurden.

Was Resettlement bedeutet, wie eine Einreise über Aufnahmeprogramme aussieht und welche Punkte im Rahmen der Aufnahmen kritisch zu betrachten sind und Resettlement letztlich zu einem humanitären Feigenblatt machen, wird im folgenden Interview mit Save Me-Projektleitung der Süddeutschen Zeitung beleuchtet:

https://www.sueddeutsche.de/politik/asyl-migration-fluechtlinge-1.421632

 

04.11.2018: Radiosendung „Politik und Hintergrund“ auf B5

Die Radiosendung „Politik und Hintergrund“ des Bayern 5 Radios widmete in der Sendung vom 04.11.2018 einen Beitrag dem Thema Resettlement sowie Save Me vor dem Hintergrund, dass am 29.10. 13 Personen eritreischer Herkunft über eine Resettlement-Aufnahme aus Libyen nach München kamen. In der Sendung wird nicht nur thematisiert, was Resettlement eigentlich ist und wie eine Aufnahme abläuft, sondern warum die Aufnahme vor dem Hintergrund einer immer restriktiveren Flüchtlingspolitik lediglich ein humanitäres Feigenblatt darstellt.

Link zum Podcast (der Beitrag von Save Me beginnt ab Minute 36:46): https://www.br.de/mediathek/podcast/politik-und-hintergrund/475

Ehrenamtliche für die Öffentlichkeitsarbeit für das Save Me-Jubiläum 2019 gesucht!

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Aktuell suchen wir verstärkt Ehrenamtliche, die Lust haben, sich im Bereich der Öffentlichkeitsarbeit zu engagieren, denn Save Me feiert 2019 sein 10-jähriges Jubiläum! Da steht einiges an und dafür brauchen wir eure Unterstützung, um im Rahmen des Jubiläums die Themen Resettlement und legale Zugangswege für Geflüchtete endlich wieder mehr ins Bewusstsein der Öffentlichkeit zu rücken.

Mögliche Unterstützungsbereiche im Rahmen des Jubiläums können sein: 

  • Mithilfe bei der Veranstaltungsplanung der Jubiläumsfeier:
  • –  Programmplanung (Musik, Künstler, Kulinarisches, Ausstellung, Aktionen/Workshops etc.)
  • –  Unterstützung am Tag des Jubiläums (Organisation, Infotheke, Aufbau, Abbau, Koordination der Ehrenamtlichen etc.)
  • Mithilfe bei der Neugestaltung der Save Me-Jubiläums-Broschüre
  • Mithilfe bei der Gestaltung eines Jubiläumsflyers/-plakats
  • Unterstützung beim Erstellen einer Online-Kampagne (für Website und Social Media)
  • Unterstützung bei der Pressearbeit (Pressemitteilungen, Kontaktieren von Medien, Vorberichterstattungen etc.)
  • Werbung (Verteilung von Flyern und Plakaten)

Interessenten können sich über ehrenamt@save-me-muenchen.de melden. Wir freuen uns auf euch!

„Es ist wie ein Lotteriespiel“ – Ein Artikel über Resettlement in der Süddeutschen Zeitung

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Im April dieses Jahres gab Deutschland bekannt, 10.200 besonders schutzbedürftige Personen über Resettlement  aufzunehmen. Mitte Oktober reisten 247 Personen, die von Libyen nach Niger evakuiert wurden, im Rahmen des Programms in die Bundesrepublik ein, wobei 13 Personen im Zuge der Aufnahme München zugewiesen wurden.

Was Resettlement bedeutet, wie eine Einreise über Aufnahmeprogramme aussieht und welche Punkte im Rahmen der Aufnahmen kritisch zu betrachten sind und Resettlement letztlich zu einem humanitären Feigenblatt machen, wird im folgenden Interview mit der Süddeutschen Zeitung beleuchtet:

https://www.sueddeutsche.de/politik/asyl-migration-fluechtlinge-1.4216320

FILMREIHE FLUCHT & MIGRATION: 24.11. – 09.12.2018

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FILMREIHE:
FLUCHT & MIGRATION
24.11. – 09.12.2018

Wir von Save Me möchten Sie gemeinsam mit dem Münchner Flüchtlingsrat ganz herzlich zu unserer dreiteiligen Filmreihe „Flucht & Migration“ im Werkstattkino München (Fraunhoferstr. 9) einladen.

Auf eindringliche Weise beschreiben die drei ausgewählten Filme nicht nur die globale Dimension des Flüchtlings- und Migrationsthemas durch die Perspektiven der Geflüchteten selbst, vielmehr verdeutlichen sie zugleich auf berührende Weise Schicksale, die sich teils mitten in unserer westlichen Gesellschaft abspielen und doch häufig im Verborgenen bleiben.

Folgende drei Filme werden im Rahmen der Filmreihe gezeigt:

 

EXODUS – DER WEITE WEG
Sa, 24.11., 17.30 Uhr

B 2016. 105 Min. R: Hank Levine

Napuli, Nizar und Bruno, Lahpai und Tercha, Dana und Yasmin sind auf der Flucht. Wie sie sind viele Millionen andere Menschen weltweit aus den unterschiedlichsten Gründen gezwungen ihre Heimat zu verlassen. Jede Minute kommen zahlreiche weitere hinzu. Sie bilden einen globalen Menschenstrom, von dem wir längst ein Teil geworden sind: die einen fliehen, die anderen grenzen sich ab.
„Exodus-der weite Weg“ beschreibt die globale Dimension des Flüchtlings- und Migration Themas durch die Perspektiven der porträtierten Menschen aus vier Kontinenten über einen Zeitraum von 2 Jahren.

TRAILER: www.youtube.com/watch?v=1JhpNch9-xk&t=2s

 

 

NEWCOMERS (mit Regisseur Ma’an Moussli)
Sa, 01.12., 15.30 Uhr

D 2018. 63 Min. R: Ma’an Mouslli

„Newcomers“ ist ein Dokumentarfilm, in dem geflüchtete Menschen ihre Geschichte selbst erzählen. Junge und Alte, Menschen unterschiedlichen Glaubens, unterschiedlichen Geschlechts und sexueller Orientierung; Menschen mit und ohne Behinderung. Menschen aus über acht verschiedenen Ländern.
In 29 Interviews treten ihre Geschichten in einen Dialog miteinander. Sie erzählen vom Tragischen, aber auch vom Schönen und Hoffnungsvollen: Von Verfolgung, Krieg und den Umständen der Flucht, aber auch von Träumen und Kindheitserinnerungen, vom stetigen Kampf für Freiheit und Würde.
Trotz aller Unterschiede zeigen sich Umrisse einer Grunderfahrung des Lebens im Exil. Wie fühlt es sich an, neu in eine Gesellschaft zu kommen? Wohin mit der Vergangenheit, mit den Erinnerungen an das was war? Was heißt es, „Flüchtling“ in Deutschland zu sein?
Aus insgesamt rund hundert geführten Interviews mit Menschen, die nun in Deutschland leben, schuf Regisseur Ma‘an Mouslli einen sehr bewegenden Film, der intensive Einblicke in das Leben geflüchteter Menschen gewährt.

TRAILER: www.youtube.com/watch?v=ae995-2NWk8&t=4s

Im Anschluss an die Filmvorstellung findet ein halbstündiges Podiumsgespräch mit dem Regisseur Ma’an Moussli statt.

 

 

HOTEL EUROPA (mit Regisseur Ruzbeh Sadeghi)
So, 09.12., 15 Uhr

D 2010. 90 Min.R: Ruzbeh Sadeghi.

Von 1993 bis 2005 war das Gefängnis in der Moerser Haagstraße ein Abschiebeknast für ausländische Häftlinge. Was aus diesen Menschen wurde, weiß niemand.
In einer performativen Installation hat Ulrich Greb, der Intendant des Schlosstheaters Moers, einen Erinnerungs- und Begegnungsraum inszeniert, in dem die Grenzen Europas im doppelten Sinne in Frage gestellt werden. Der Regisseur Ruzbeh Sadeghi, der selbst die Erfahrung von Flucht und Verfolgung machen musste, verfilmte das Projekt. „Hotel Europa“ entwickelt sowohl einen dokumentarischen als auch einen essayistischen Zugang zum Material der Inszenierung.
Der Film handelt von Schicksalen, die sich mitten in unserer westlichen Gesellschaft abspielen und doch den meisten nicht bewusst sind und führt auf eindringliche Weise die Situation von Flüchtlingen vor Augen, die auf ihre Abschiebung warten. Die Texte basieren auf Augenzeugenberichten und Interviews, die mit Flüchtlingen und ehemaligen Mitarbeitern geführt wurden. Der Wechsel vom Realen ins Surreale, von vollen und menschenleeren Räumen und zuschlagenden Türen und beklemmender Stille lässt den Film unter die Haut gehen.Eine eindringliche Reise zu den Schattenseiten unserer Zivilisation. Angesichts der brisanten politischen Situation und der drastischen Zunahme von Abschiebungen ist der Film hochaktuell.

Im Anschluss an die Filmvorstellung findet ein halbstündiges Podiumsgespräch mit dem Regisseur Ruzbeh Sadeghi und Loulou Kinski vom Münchner Flüchtlingsrat statt.

An unserem Infostand können Sie an den drei Filmabenden zudem mit uns ins Gespräch kommen und sich über die Arbeit von Save Me und des Münchner Flüchtlingsrates informieren.

Wir freuen uns auf Ihr Kommen und spannende Filmabende!

Projektmitarbeiter/in in Teilzeit (20 Std) gesucht – Bewerbungsfrist 23.11.

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Wir suchen Verstärkung!  

Der Münchner Flüchtlingsrat e. V. sucht zum 01.01.2019 eine/n Projektmitarbeiter/in für 20- 25 Wochenarbeitsstunden für das Projekt „Save Me München“ vorerst befristet bis zum 31.12.2019. Save Me München setzt sich für die Beteiligung Deutschlands am Resettlement- Programm der Vereinten Nationen ein und ist Teil einer bundesweiten Kampagne. Gleichzeitig ist das Projekt Anlaufstelle für Geflüchtete, die über Aufnahmeprogramm nach Deutschland gekommen sind und stellt ihnen in München Ehrenamtliche zur Seite.

Die gesamte Stellenausschreibung finden Sie hier. Bitte schicken Sie Ihre vollständige Bewerbung bis zum 23. November an: kampagne@save-me-muenchen.de Die Vorstellungsgespräche finden vom 3.-7. Dezember statt.

Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an Nina Klofac unter 089/12021715.

Wir freuen uns auf Ihre Bewerbungen!

 

Resettlement aktuell: Einreise von 13 Personen aus Libyen nach München – ein Beitrag in der Sendung „Politik und Hintergrund“ im B5 Radio

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04.11.2018

Die Radiosendung „Politik und Hintergrund“ des Bayern 5 Radios widmete in der Sendung vom 04.11.2018 einen Beitrag dem Thema Resettlement sowie Save Me vor dem Hintergrund, dass am 29.10. 13 Personen eritreischer Herkunft über eine Resettlement-Aufnahme aus Libyen nach München kamen. In der Sendung wird nicht nur thematisiert, was Resettlement eigentlich ist und wie eine Aufnahme abläuft, sondern warum die Aufnahme vor dem Hintergrund einer immer restriktiveren Flüchtlingspolitik lediglich ein humanitäres Feigenblatt darstellt.

Link zum Podcast (der Beitrag von Save Me beginnt ab Minute 36:46).