Save Me erhält Förderung durch die Zukunftsstiftung Ehrenamt Bayern

Save Me erhält Förderung durch die Zukunftsstiftung Ehrenamt Bayern

Nobby G. No Comments

Im Juli letzten Jahres rief die Zukunftsstiftung Ehrenamt Bayern dazu auf, Ideen und Projekte bei der Stiftung einzureichen, die das Bürgerschaftliche Engagment in Bayern stärken. Save Me bewarb sich hierfür mit seiner Projektidee „Be a Buddy – Geflüchtete im Ehrenamt“, durch die das Konzept des „Ehrenamts“ stärker in die Lebenswelt Geflüchteter gerückt werden soll, um deren bestehendes Motivationspotential künftig noch besser auszuschöpfen. Bereits länger in München lebende Geflüchtete sollen dabei motiviert und vom Projektteam geschult werden, um neu in München ankommenden Geflüchteten als sogenannte „Buddys“ im Rahmen einer Patenschaft, als Dolmetscher oder bei spontanen Unterstützungsbedarfen begleitend zur Seite zu stehen. Auf diese Weise können wichtige Potentiale auf lokaler Ebene besser genutzt und eine Win-Win-Situation für alle Beteiligten geschaffen werden.

Wir freuen uns sehr eins von 19 Ehrenamtsprojekten aus ganz Bayern zu sein, die eine Förderung der Zukunfsstiftung Ehrenamt Bayern erhalten haben!

So konnte unser Projekt „Be a Buddy – Geflüchtete im Ehrenamt“ im März nun erfolgreich anlaufen. Bisher konnten wir bereits fünf Geflüchtete gewinnen, die sich im Rahmen einer Patenschaft für Resettlement-Flüchtlinge engagieren möchten und dies z.T. auch schon tun. Eine von ihnen ist die Eritreerin Bissirat, die vor acht Jahren selbst in München ankam.

Im Rahmen ihrer Buddy-Tätigkeit unterstützt sie eine Gruppe junger Eritreer, die im Oktober letzten Jahres über Resettlement nach München kam und seitdem bei Save Me angebunden ist. Bissirat übernimmt hier eine wichtige Mittlerfunktion zwischen den Geflüchteten und Save Me. Bereits in den ersten Wochen hat sich gezeigt, wie wichtig und sinnvoll es ist, mit Ehrenamtlichen zusammenzuarbeiten, die nicht nur über Kenntnisse der Strukturen und Abläufe vor Ort verfügen, sondern darüber hinaus den gleichen kulturellen Hintergrund wie die Geflüchteten haben. Bissirats Hilfe ist dabei so wertvoll wie vielfältig. Seit März unterstützt sie als Buddy die Gruppe durch Dolmetschertätigkeiten und Begleitungen zu Terminen bei Behörden oder Ärzten sowie zu Beratungsgesprächen bei uns im Büro. Dafür steht sie regelmäßig in engem Austausch mit uns und übersetzt auch mal spontan per Telefon. Inzwischen genießt sie großes Vertrauen seitens der Geflüchteten.

Bissirats Engagement trägt zum gegenseitigen Verständnis bei, ist eine Bereicherung für beide Seiten und wirkt sich bereits jetzt integrationsfördernd aus. Wir hoffen daher im Rahmen des Projekts noch viele weitere Ehrenamtliche zu finden, die auf diesem Weg Geflüchtete bei ihrem Ankommen in München unterstützen!

Ehrenamtliche für Behördenbegleitung gesucht – Infoabend geplant

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Der Münchner Flüchtlingsrat sucht ab sofort Ehrenamtliche, die Zeit und Lust haben, Geflüchtete bei verschiedenen behördlichen Terminen zu begleiten und zu unterstützen. Es handelt sich hierbei um eine flexibel handhabbare, spontane und punktuelle ehrenamtliche Tätigkeit. 

Vor allem für Geflüchtete, die noch nicht lange in Deutschland sind, ist es nicht immer leicht, behördliche Prozesse zu durchschauen. Hinzu kommt, dass unserer Erfahrung nach seitens der Behörden weniger Fehler zum Nachteil der Geflüchteten passieren, wenn ein*e Ehrenamtliche*r bei den Terminen mit anwesend ist. Da die Termine in der Regel vormittags stattfinden ist hierfür eine zeitliche Verfügbarkeit am Vormittag notwendig.

Sollten sich genügend Interessenten zur Behördenbegleitung finden werden wir eine Einführungsveranstaltung organisieren, in der Sie als Ehrenamtliche alle wichtigen Infos über alle relevanten Behörden während bzw. nach Abschluss des Asylverfahrens erhalten (BAMF, Jobcenter, Ausländerbehörde, Wohnungsamt etc.), um gut auf die ehrenamtliche Tätigkeit vorbereitet zu sein. 

Bei Interesse oder Fragen schreiben Sie eine E-Mail an ehrenamt@save-me-muenchen.de

Wir freuen uns auf Sie!

Patenbericht: „Unbedingt wollte ich sie kennenlernen, das sagte mein Herz.“

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Seit Beginn dieses Jahres betreut Jenny (28) die 20-jährige Eritreerin Meron. Sie kam zusammen mit 12 weiteren eritreischen Geflüchteten im Oktober 2018 über Resettlement über Libyen/den Niger nach Deutschland (Save Me berichtete) und wird seitdem von Save Me betreut. Hier erzählt Jenny was sie zu einer Patenschaft motiviert hat und wie sie diese bisher erlebt:

„Meron, 20 Jahre alt und voller Neugier – zum ersten Mal habe ich sie in der Süddeutschen Zeitung auf einem Bild gemeinsam mit drei weiteren Eritreern gesehen. Ein brisanter Artikel in dem die Gruppe über die Zustände in den libyschen Lagern, das Resettlement-Programm, über das auch Meron vergangenen Oktober 2018 nach München kam, und ihren Neuanfang in Deutschland berichtet. Unbedingt wollte ich sie kennen lernen, das sagte mein Herz.

Zunächst erinnerte ich mich jedoch: Ich bin voll berufstätig, habe einige Hobbies, einen engen Freundeskreis und auch meine Familie und meine Beziehung sind mir sehr wichtig. Doch auch wenn mein Kalender derzeit regelrecht überschwappt, bin ich der festen Überzeugung, dass wir als Münchner Bürgerinnen und Bürger aufstehen müssen, wenn wir aktiv eine Haltung für unsere bunte Gesellschaft einnehmen wollen – genauer gesagt, wenn wir etwas tun wollen, um Geflüchteten den Weg in ihr neues Zuhause zu erleichtern und ihnen beim Einleben in München helfen möchten! Jeder Einzelne von uns! Zwei bis drei Stunden jede Woche wollte ich mir also nehmen, um jemandem, der hier zunächst fremd ist, die Straßen Münchens zu zeigen, die Sprache zu lernen und ein Gefühl von Sicherheit zu vermitteln.

Wenn ich in Merons neugierige Augen blicke, bin ich sehr glücklich. Von Beginn an wusste ich, dass es Zeit brauchen wird, bis wir tatsächlich miteinander sprechen werden. Mitte Januar 2019 startete ich die Patenschaft. Die Begrüßung klappte schon mal auf Deutsch. Da Meron aber bisher noch sehr wenig Deutsch und kein Englisch spricht, unterhalten wir uns viel mit Gestik und Mimik. Durch ihren Besuch im Intensiv- Deutschkurs lernt sie derzeit sehr viel Grammatik und Wortschatz auf einem Haufen. Dieses neue und breite Wissen anzuwenden ist nun erst einmal eine der schwierigsten Herausforderungen für sie. Unsere Treffen sind immer sehr herzlich und ich spüre, wie überglücklich, wissbegierig und engagiert sie ist, die Sprache zu lernen. Ob wir nun im Café im Glockenbachviertel sitzen und lernen oder durch den Tierpark Hellabrunn spazieren, ob wir einen ihrer Briefe gemeinsam ausfüllen und in der Post Briefmarken kaufen, ob wir uns gemeinsam aufs Eis mit Schlittschuhen wagen oder in die Pinakothek gehen, über den Viktualienmarkt spazieren und auf dem alten Peter die City Sicht Münchens betrachten, wir unterhalten uns von Kopf bis Fuß. Ich spreche Wörter oder kurze Sätze, die sie nachspricht und auf die sie nach und nach – in kleinen Schritten – eine Antwort weiß. Eine gemeinsame Sprache zu finden braucht Vertrauen und Kommunikation kann auf vielen verschiedenen Wegen funktionieren und sollten dennoch einmal Unsicherheiten oder Fragen aufkommen ist Save Me stets erreichbar, weshalb ich mich in meiner Patenschaft auch nicht alleine gelassen fühle.

Ich hoffe daher sehr, dass sich noch viele weitere Menschen für den „Paten-Job“ engagieren und Geflüchteten bei ihrem Ankommen und Einleben in München helfen!“

Weitere Patenberichte finden Sie unter:

www.save-me-muenchen.de/patenberichte/

Solidarity City Konferenz: 28.06. – 30.06.2019

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Wir möchten Sie bereits jetzt auf eine im Juni stattfindende Konferenz zum Thema Solidarity City hinweisen. Veranstalter sind das Solicity-Bündnis München und das Bellevue di Monaco.

 

Zum Hintergrund:

Solidarity City – eine Stadt für alle

Mehrere Städte in Europa wie Barcelona, Palermo und Berlin sind dem internationalen Städtenetzwerk /Solidarity City/ beigetreten und haben sich dazu bereit erklärt, geflüchtete Menschen aufzunehmen und sich solidarisch für sie einzusetzen. Der Grundgedanke ist dabei, dass alle Bewohner*innen am städtischen Leben teilnehmen können. Geflüchtete und Migrant*innen dürfen nicht abgeschoben werden, sollen sich ohne Angst frei bewegen dürfen und sollen ein Bleiberechtsowie einen Zugang zu Sozialleistungen, Arbeit und Wohnen haben. Denn eine Stadt ist für alle da, unabhängig vom Aufenthaltsstatus, finanziellen Möglichkeiten und Geschlecht.

Das Solicitybündnis München lädt ein, diese Ideen auch für die Stadt München zu denken. Hierzu veranstalten wir einen vielfältigen Kongress im Sommer (28.-30. Juni 2019) im Bellevue di Monaco, welcher sich an alle Interessierten aus Politik und Stadtverwaltung sowie Bewohner*innen Münchens richtet. Im Rahmen von neun Workshops werden verschiedene Themenbereiche präsentiert sowie deren rechtliche, politische und gesellschaftliche Herausforderungen und Möglichkeiten reflektiert.

Ein zentrales Thema wird dabei die politische und juristische Umsetzung der direkten kommunalen Aufnahme von geflüchteten Menschen sein. Wie können wir für Menschen, die aus Seenot gerettet wurden bzw. denjenigen, die sich in den Lagern in den Mittelmeerstaaten oder auch auf den gefährlichen innereuropäischen Transitrouten befinden, eine sichere Ankunft und Bleibe in München gewährleisten? Konkret soll die Forderung nach legalen Einreisewegen und sicheren Fluchtrouten behandelt werden.

Dieses Thema wird voraussichtlich von Save Me, der Seebrücke München und dem Alarmphone bzw. ggf. Sea Watch und Jugend rettet gemeinsam behandelt.

Darüber hinaus soll die Initiative /Bürger*innen Asyl/ diskutiert und weiterentwickelt werden, bei der es konkret gegen die Abschaffung der Ankerzentren und dem Umgang mit Abschiebungen gehen soll. Um neue Ideen und Impulse zu sammeln, werden auch internationale Gäste eingeladen, dazu gehören Stadtvertreter*innen und Aktivist*innen aus anderen europäischen Kommunen wie zum Beispiel die Bürgermeisterin aus Barcelona oder der Bürgermeister aus Palermo.Außerdem kann der Solidarity City Kongress bei den Themen Bleiberecht, Wohnen, Gesundheit, Bildung, (Aus-)bildung und Arbeit Plattform für Vernetzung sein. Neue Möglichkeiten von der Idee bis zur Umsetzung der „solidarische Stadt München“ können so entstehen.

Auch hier halten wir Sie gerne bzgl. des genauen Programms im Rahmen unseres nächsten Newsletters auf dem Laufenden.

Lesenswerte Artikel & Links – März 2019

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In dieser neuen Kategorie möchten wir Ihnen lesenswerte Artikel, vordergründlich zu den Themen Resettlement und legale Zugangswege, zusammenstellen:

 

  • SZ-Artikel über Resettlement „Es ist wie ein Lotteriespiel“ (18.11.18)

https://www.sueddeutsche.de/politik/asyl-migration-fluechtlinge-1.4216320

 

  • SZ-Artikel über die Einreise 13 eritreischer Geflüchteter „Wir haben gelebt wie Tiere“ (30.11.18)

https://www.sueddeutsche.de/politik/asyl-migration-fluechtlinge-1.4216320

 

  • Flüchtlingsrat Niedersachsen: „Resettlement als Ausweg aus der libyschen Hölle“

https://www.nds-fluerat.org/politisches/europa/resettlement-aufnahmeprogramme/resettlement-libyen/

 

  • Flüchtlingsrat Niedersachsen: „Mit Resettlement gegen Seenotrettung“

https://www.nds-fluerat.org/33703/aktuelles/mit-resettlement-gegen-seenotrettung/

 

  • Flüchtlingsrat Niedersachen: „Misshandlung und Ausbeutung in libyschen Lagern“

https://www.nds-fluerat.org/36602/aktuelles/menschenrechtsverletzungen-libysche-lager/

 

  • Pro Asyl: „Der menschenverachtende Deal der EU mit Libyen“

https://www.proasyl.de/news/der-menschenverachtende-deal-der-eu-mit-libyen/

 

  • Human Rights Watch: „No Escape from Hell – EU Policies Contribute to Abuse of Migrants in Libya“

https://www.hrw.org/report/2019/01/21/no-escape-hell/eu-policies-contribute-abuse-migrants-libya

 

  • The Guardian – Sally Hayden: The EU’s Deal with Libya is sentencing refugees to death“

https://www.theguardian.com/commentisfree/2019/feb/05/eu-deal-libya-refugees-libyan-detention-centres

 

  • Times – Sally Hayden: „The families of migrants held hostage are using Facebook to raise money for smugglers‘ ransons“

http://time.com/5510517/facebook-smuggling-libya-ransoms/

 

  • Spiegel Online: Rekonstruktives New York Times-Video über Flüchtlingstragödie im Mittelmeer:

http://www.spiegel.de/video/fluechtlinge-new-york-times-ueber-rettungsaktion-video-99024503.html

  • UNHCR Bericht: Projected Global Resettlement Needs 2019

https://www.unhcr.org/protection/resettlement/5b28a7df4/projected-global-resettlement-needs-2019.html

 

  • Fact Sheet des UNHCR zu Resettlement-Zahlen 2018:

https://www.unhcr.org/5c594ddf4

 

  • ECRE: „Untying the EU Resettlment Framework“

https://www.ecre.org/wp-content/uploads/2016/10/Policy-Note-01.pdf

 

  • EPC: European Policy Centre: The EU Resettlement Framework: From a humanitarian pathway to a migration management tool?

http://www.epc.eu/documents/uploads/pub_8632_euresettlement.pdf?doc_id=2012

 

  • Mediendienst Integration: Die wichtigsten Asylzahlen 2018

https://mediendienst-integration.de/artikel/die-wichtigsten-asylzahlen-2018.html

 

  • Flüchtlingsrat Niedersachsen: Europäische Entwicklungen im Flüchtlingsrecht

https://www.nds-fluerat.org/politisches/europa/berichte/

Resettlement-Fachtagung 2019 in Frankfurt

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Am 13./14. Mai findet die Resettlement-Fachtagung statt, die vom Caritas-Projekt resettlement.de und UNHCR Deutschland organisiert wird. Diesjähriger Titel der Veranstaltung lautet „Resettlement und komplementäre Zugangswege. Neue Wege – neue Länder“.

Die jährlich stattfindende bundesweite Tagung bietet Raum einen politischen sowie rechtlichen Blick auf die Zusammenhänge globaler, europäischer und nationaler Ebene in Bezug auf legale Zugangswege zu werfen und praktische Herausforderungen im Aufnahmeprozess zu thematisieren. Hierfür wird u.a. auf folgende Fragen eingegangen werden: „Wie werden die laufenden Verfahren gestaltet und umgesetzt? Welche neuen Entwicklungen auf globaler und europäischer Ebene sind für Deutschland relevant und wie werden diese bewertet? Was bedeutet die Aufnahme und ihre rechtliche und tatsächliche Ausgestaltung für betroffene Personen, Kommunen und Bundesländer?“

Anwesend sind unter anderem Fachleute aus den zuständigen Ministerien sowie vom UNHCR, von lokalen Behörden, Verbänden, Flüchtlingsorganisationen und Migrationsfachdiensten, um gemeinsam relevante Aspekte und Fragen zu diskutieren.

Schwerpunkte der am Nachmittag stattfindenden Fachforen liegen dieses Jahr auf komplementären Zugangswegen nach Deutschland, auf Initiativen zur Aufnahme seitens der Bundesländer sowie auf privat finanzierten Aufnahmeprogrammen und Informationsmanagement bzgl. Erwartungen seitens eingereister Personen.

Das gesamte Programm der diesjährigen Fachtagung finden Sie unter folgendem Link:

https://resettlement.de/wp-content/uploads/Resettlement_Fachtagung_2019.pdf

Auch Save Me wird dieses Jahr wieder an der Fachtagung teilnehmen. Ausführliche Informationen zu den Ergebnissen der diesjährigen Fachtagung werden wir im Nachgang auf unserer Webseite veröffentlichen.

Veranstaltung: „Resettlement WITHOUT Deals“

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Für Menschen auf der Flucht ist Libyen eines der gefährlichsten Länder der Welt. Nur für einen kleinen Teil der Geflüchteten können Resettlement-Programme ein sicherer Zugang nach Europa sein. Während Resettlement unstrittig ein wichtiges Instrument des Flüchtlingsschutzes darstellt, werden in der Vergangenheit häufig Stimmen laut, die die Instrumentalisierung des Konzepts zum Zweck der Migrationskontrolle kritisieren.

Vor diesem Hintergrund planen wir für Anfang Mai in München eine Podiumsdiskussion zum Thema „Resettlement WITHOUT deals“ im Bellevue di Monaco.

Neben Christian Jakob (Redakteur bei der taz) sowie Dr. Stephan Dünnwald (Bayrischer Flüchtlingsrat) werden voraussichtlich auch Geflüchtete, die über Resettlement nach München kamen, sprechen.

Save the date! Save Me-Jubiläum: Freitag, 05. Juli 2019 in den Kammerspielen

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Im Jahr 2008 gründete sich im Zuge des damaligen 850. Stadtgeburtstages die Save Me- Kampagne, initiiert von einem breiten Bündnis verschiedener Organisationen und Initiativen, darunter auch die Münchner Kammerspiele. Save Me forderte damals, dass der Stadtrat sich offiziell für die Aufnahme von 850 Geflüchteten ausspricht und damit zeigt, dass eine zusätzliche Aufnahme von Geflüchteten in Deutschland gewollt ist. Die Kampagne fiel auf fruchtbaren Boden, so sprach sich der Münchner Stadtrat nicht nur einstimmig für die Kampagne und die Aufnahme von 850 Geflüchteten aus, vielmehr bildeten sich bundesweit über 50 Save Me-Kampagnen in verschiedenen Städten, die die Bundesregierung erfolgreich zu einer Teilnahme am Resettlement-Programm der Vereinten Nationen bewegten.

Aus der tollen Kampagne von damals hat sich inzwischen ein nachhaltiges Projekt entwickelt. Save Me ist heute Anlauf- und Beratungsstelle für Personen, die über Resettlement oder andere Aufnahmeprogramme nach München kommen. Wir setzen uns bis heute für eine legale und sichere Einreise von schutzbedürftigen Personen ein und kämpfen für höhere Aufnahmekontingente, bessere kommunale Aufnahmestrukturen und vor allem eine ehrliche Teilnahme am Resettlement-Programm (ohne Deals!) als unablässiges Instrument in der Flüchtlingspolitik.

Ende 2009/10 erfolgte die erste Aufnahme von 2500 irakischen Geflüchteten. 2019 jährt sich somit die erste aktive Aufnahme von Geflüchteten in München, was wir zum Anlass nehmen möchten, auf das Thema Resettlement und legale Zugangswege für Geflüchtete hinzuweisen und das 10-jährige Bestehen dieser Aufnahmen zu feiern. Die Feier wird am Freitag, den 05. Juli 2019 in der Kammer 2 in den Kammerspielen stattfinden. Im Moment sind wir noch intesiv in den Planungen für die Veranstaltung und werden Sie im nächsten Newsletter im Juni genauer über die Feier und das Programm informieren!

 

Paten für Resettlement-Geflüchtete gesucht: Neue Infoabende im April und Mai 2019

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Es wird Zeit die Gelegenheit beim Schopfe zu packen, um zu zeigen, dass wir für eine offene und solidarische Münchner Stadtgesellschaft für alle einstehen.

Gerade jetzt brauchen wir mehr denn je Freiwillige, die sich im Rahmen einer Patenschaft für Geflüchtete aus Humanitären Aufnahmeprogrammen engagieren möchten. Aktuell suchen wir noch Patinnen und Paten für eritreische und somalische Geflüchtete, die im November/Dezember letzten Jahres aus Libyen über den Niger in Deutschland aufgenommen wurden. Hierbei handelt es sich hauptsächlich um sehr junge Einzelpersonen im Alter von 20 bis 26.

Patinnen und Paten erklären sich bereit, Geflüchtete in München willkommen zu heißen und helfen im Rahmen ihrer Möglichkeiten aktiv mit, den Ankommenden den Start in Deutschland und ihren Alltag zu erleichtern. Die Ehrenamtlichen sind Ansprechpartner und übernehmen eine Brückenfunktion zwischen dem gesellschaftlichen Umfeld und den Geflüchteten. Sie unterstützen beispielsweise Kinder bei den Hausaufgaben, Erwachsene beim Deutschlernen, helfen beim Verstehen behördlicher Schreiben oder begleiten zu Terminen. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit gemeinsam die Freizeit in Form von Ausflügen oder Stadtrundgängen zu gestalten und dabei die neue Heimat zu erkunden. Neben der Integrationsleistung stellen die Paten auch Multiplikatoren dar, die generell für ein Engagement für Geflüchtete werben.

Zur Vorbereitung auf eine Patenschaft bieten wir zusammen mit dem Projekt „Gemeinsam aktiv“ zwei verpflichtende Infoabende an.

Termine für die nächsten Infoabende:

April:

Donnerstag, 04.05.2019, 18:30 Uhr: Infoabend Teil I    (EineWeltHaus: Schwanthalerstr. 80)

Donnerstag, 11.05.2019, 18:30 Uhr: Infoabend Teil II    (Goethestraße 53)

Mai:

Donnerstag, 09.05.2019, 18:30 Uhr: Infoabend Teil I    (Goethestraße 53)

Donnerstag, 16.05.2019, 18:30 Uhr: Infoabend Teil II   (Goethestraße 53)

 

An unserem Infoabend Teil I berichten wir, welche Engagement-Möglichkeiten es neben Patenschaften für Geflüchtete zusätzlich beim Münchner Flüchtlingsrat gibt (z.B. Radiogruppe, Aktionsgruppe, Öffentlichkeitsarbeit, Beratung, Übersetzung etc.), wo Sie Unterstützung bekommen können und worauf es bei einer ehrenamtlichen Aktivität ankommt.

An unserem Infoabend Teil II vermitteln wir ein Basiswissen in Bezug auf Flucht, Asyl und legale Zugangswege und sprechen über die Situation von geflüchteten Personen in München.

Die Teilnahme an den Infoabenden ist Voraussetzung für die Übernahme einer Patenschaft. Anmeldungen unter ehrenamt@save-me-muenchen.de

Die Veranstaltungen dauern jeweils ca. 2 Stunden. Der Raum wird per Aushang am Eingang bekannt gegeben.

Wir freuen uns auf Sie!

Resettlement weltweit: 2018 nur 4.7 Prozent der benötigten Plätze zur Verfügung

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Obwohl weltweit mehr Menschen denn je auf der Flucht sind, wurden laut UNHCR-Informationen vom 19. Februar 2019 im vergangenen Jahr weniger als 5 Prozent der benötigten Resettlement-Plätze zur Verfügung gestellt. Dies äußerte UNHCR-Sprecher Shabia Mantoo auf einer Pressekonferenz in Genf. Demnach erhielten trotz des neuen Rekordniveaus an weltweiter Vertreibung 2018 nur 4,7 Prozent die Chance auf ein neues Leben in Sicherheit. Dies entspricht bei ca. 1,2 Millionen Menschen, die Bedarf an Resettlement hatten, einer Zahl von lediglich 55.692 Personen.

Generell steht diese Form der sicheren und legalen Einreise nur einem kleinen Bruchteil der weltweiten Gesamtzahl an Geflüchteten offen. In der Regel ist das weniger als 1% der 19,9 Millionen Geflüchteten, die sich derzeit weltweit unter dem Mandat des UNHCR befinden.

Die meisten Geflüchteten, die resettelt wurden, kamen aus den wichtigsten Flüchtlingsaufnahmeländern: Libanon (9.800 Personen), Türkei (9.000), Jordanien (5.100) und Uganda (4.000).

Insgesamt wurden im Jahr 2018 81.310 Geflüchtete von aufnehmenden Resettlement-Staaten akzeptiert (ohne bisher auszureisen), wobei die meisten Personen hier aus Syrien (28.200), dem Kongo (21.800), Eritrea (4.300) und Afghanistan (4.000) stammen. Mehr als die Hälfte der übermittelten Resettlement-Fälle (52 %) waren Kinder.

Schätzungen zufolge benötigen im Jahr 2019 ca. 1.4 Millionen Geflüchtete aus 65 verschiedenen Ländern, eine Neuansiedlung in Form von Resettlement. Einen Großteil davon stellen syrische Geflüchtete (43%) dar, die sich derzeit in Ländern des Nahen Ostens und der Türkei aufhalten sowie Geflüchtete in Asyl- und Transitländern entlang der zentralen Mittelmeerroute (22%).

Die Zahlen von UNHCR zeigen die extreme Diskrepanz zwischen angebotenen Plätzen und dem tatsächlichen Bedarf, weshalb alle Staaten aufgefordert sind, ihre Kontingente an Neuansiedlungsplätzen zu erhöhen, indem bestehende Programme erweitert oder neue geschaffen werden. UNHCR arbeitet hierfür derzeit mit verschiedenen Staaten und Partnern zusammen, um eine Dreijahresstrategie für Resettlement zu entwickeln.

Weitere Informationen zu Resettlement-Zahlen aus 2018 finden Sie auf folgendem Sheet von UNHCR: https://www.unhcr.org/5c594ddf4

Das Statistische Portal von UNHCR, in dem sämtliche Daten zu Resettlement seit 2003 eingesehen werden könnten, finden Sie unter folgendem Link: https://rsq.unhcr.org/